Galka, Selina; selina.galka@uni-graz.at / Klug, Helmut W: helmut.klug@uni-graz.at
Minimal Editions stellen reduzierte Digitale Editionen im Gegenzug zu kostspieligen, aufwendigen Editionsgroßprojekten dar. Minimal editing kann es möglich machen, Digitale Editionen mit vorgefertigten Workflows, bereits etablierten, einfachen technischen Lösungen und leicht zu integrierenden Basis-Funktionalitäten im Bereich der Datenmodellierung wie auch der Datenpräsentation schnell, einfach und mit einem geringen Kostenaufwand umzusetzen. Zu bedenken ist dabei, dass dieser Zugang immer gewisse Einschränkungen mit sich bringen wird. Der Aufbau einer zeitgemäßen Infrastruktur, die Langzeitverfügbarkeit garantiert, mit Komponenten, die ad hoc für unterschiedliche Editionsprojekte benutzbar sind, könnte den Aufwand für die Umsetzung einer Digitalen Edition reduzieren und somit vermutlich zu einer größeren Anzahl von digitalen Editionsprodukten führen. Pierazzo bezeichnet diese Editionen als “Prêt-à-Porter”-Editionen (Pierazzo 2019, 213).
Literatur:
- Caria, Federico; Mathiak, Brigitte. 2018. Minimal Functionality for Digital Scholarly Editions. In: Digital Cultural Heritage: Final Conference of the Marie Skłodowska-Curie Initial Training Network for Digital Cultural Heritage, ITN-DCH 2017, Olimje, Slovenia, May 23–25, 2017, Revised Selected Papers. Hrsg. von Marinos Ioannides. Cham, S. 350-363.
- 2022. In: Hyperdiplomatische Transkriptionsplattform.
- Pierazzo, Elena. 2019. What Future for Digital Scholarly Editions? From Haute Couture to Prêt-à-Porter. In: International Journal of Digital Humanities 1, S. 209-220.
- Risam, Roopika; Gil, Alex. 2022. Introduction: The Questions of Minimal Computing. In: Digital Humanities Quarterly 16, S. 1-9.